Intersektionales Workshop-Wochenende

Vom 13. bis 15. Februar 2026 laden wir alle Organisator*innen und Spaceholder aus der BDSM-Szene und queeren Community zu einem spannenden Workshopwochenende ein. Gemeinsam mit zmehreren Expert*innen werden wir uns intensiv mit intersektionalen Ansätzen in der Eventorganisation und -durchführung beschäftigen.

Programm

Unser vielfältiges Programm umfasst Workshops, Diskussionsrunden und Keynotes zu folgenden Themenkomplexen:

  • Rassismus und religiös basierte Diskriminierung
  • Kolonialisierung, Rollenbilder und (weibliche*) Sexualität
  • Umgang mit Diskriminierung und Benachteiligungen
  • Queere Jugendarbeit
  • Schutzkonzepte und Sicherheit
  • Safer(e) Spaces schaffen und aufrechterhalten
  • Gruppendynamiken und Communitymanagement

Los geht es am Freitag 13.02. um 19:30 Uhr, die letzte Veranstaltung endet Sonntag 15.02. um 18 Uhr.

Programmpunkte:

Für wen?

Dieses Wochenende richtet sich an alle, die in der BDSM-Szene oder queeren Community Veranstaltungen oder Events organisieren. Egal ob du bereits erfahren bist oder gerade erst anfängst, ob du alleine organisierst oder im Hintergrund eines großen Teams – hier findest du wertvolle Impulse für deine Arbeit.

Warum teilnehmen?

  • Lerne mit und von erfahrenen Expert*innen
  • Tausche dich mit anderen Organisator*innen aus
  • Entwickle neue Ideen für inklusivere Events
  • Reflektiere deine eigene Praxis
  • Erweitere dein Netzwerk

Wir alle arbeiten gemeinsam daran, unsere Räume und Veranstaltungen noch inklusiver und sicherer für alle Teilnehmenden zu gestalten. Sei dabei und lass uns zusammen die Zukunft unserer Communities gestalten!

Unsere Redner*innen

Enya und Orean

Enya (she/they) und Orean (sie/ keine) sind qualifizierte Ersthelferinnen, die beruflich im klinischen Pflegesetting arbeiten. Enya engagiert sich zudem ehrenamtlich im Sanitätsdienst. Orean unterstützt seit mehreren Jahren die Orga verschiedener kinky Veranstaltungen und war im sportlichen sowie kinky Kontext in Sani-Teams aktiv.

Folke Brodensen

Folke (alle Pronomen) forscht und lehrt als wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in an der JLU Gießen – unter anderem zu queerer Jugendarbeit und Lebenswelten junger queerer Menschen. Folke ist freiberuflich tätig in Aus- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte und engagiert sich als Vorständ*in der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung für queere Bewegungen.

Helge Jannink von biprin

Helge Jannink ist in der Fortbildung zu sexualitäts-, gewalt- und machtbezogenen Themen tätig und begleitet Institutionen bei der Entwicklung von Schutz- und sexualpädagogischen Konzepten. Er hat in Kooperation mit Christina Witz biprin – Bildung | Prävention | Intervention gegründet und ist als Psychologischer Psychotherapeut tätig.

Prisma Queer Migrants e. V.

Prisma Queer Migrants e.V. ist ein junger, dynamischer Verein mit Sitz in Hannover, der sich seit 6 Jahren für die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen mit Migrationshintergrund einsetzt. Mit einem intersektionalen und rassismuskritischen Ansatz schafft der Verein geschützte Räume für Vernetzung, Beratung und Empowerment. Die Arbeit von Prisma Queer Migrants umfasst vielfältige Unterstützungsangebote: von individueller Beratung bis hin zu Projekten gegen Rassismus. Besonders hervorzuheben ist das „collecting:dreams festival“, ein einzigartiges queeres und (post-)migrantisches Literaturfestival, das die Geschichten und Erfahrungen marginalisierter Gemeinschaften in den Mittelpunkt stellt. Der Verein arbeitet mit flachen Hierarchien, auf Konsensbasis und mit dem Ziel, einen fehlerfreundlichen Raum zu schaffen, in dem queere Menschen mit Migrationsgeschichte ihre Identität selbstbestimmt leben können. Dabei sind Offenheit, Dialogbereitschaft und gegenseitiger Respekt zentrale Prinzipien ihrer Arbeit.

Bratapfel – Jasmin


Jasmin ist Community Managerin von kinky und queeren Räumen, Sensitivity Readerin, Podcasterin und gelernte Journalistin und Historikerin. Im Kink ist sie als Brat bekannt und besucht regelmäßig Veranstaltungen mit verschiedensten Konzepten. Als queere trans Frau erlebt sie die Szene aus dieser Perspektive und bringt sie in ihre Arbeit ein. Als Historikerin beschäftigt sie sich mit Diaspora Studies und der Geschichte von queeren und kinky Communities.

Rubina

Rubina (sie/ihr) ist BDSMlerin, und begeisterte Stammtischorga. Auf Treffs sieht man sie oft strickend. Sie ist Organisatorin und Moderatorin zahlreicher BDSM-Räume, Kink-Educatorin und Gründerin von BDSM an der Leine. Selbst von Marginalisierung betroffen, beschäftigt sich Rubina im universitären Kontext und auch bei der Lohnarbeit mit Diskriminierungen, Wissenschaft und Queerness. Sie teilt gerne ihr Wissen, lernt leidenschaftlich und legt sich ihre eigene queere Ratgeberbibliothek an. In ihrer Freizeit kocht und backt Rubina, am liebsten Zimtschnecken.

Anmeldung

Hier kommst du zur Anmeldung.

Unsere Veranstaltungen sind so konzipiert, dass du maximale Flexibilität genießt: Du kannst einzelne Events oder das gesamte Wochenendprogramm besuchen. Wichtig ist uns dabei eine verbindliche Anmeldung für jede Veranstaltung, verbunden mit der Bitte, unsere Absage- und Stornierungsrichtlinien sorgfältig zu beachten.

Wir freuen uns besonders über Teilnehmende, die alle Events erleben möchten. Gleichzeitig verstehen wir, dass individuelle Energielevel und persönliche Kapazitäten unterschiedlich sind. Selbstfürsorge hat für uns höchste Priorität: Höre auf deinen Körper, nimm dir Auszeiten und gestalte deine Teilnahme so, wie es dir gut tut. Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem du dich wohlfühlst und lernen kannst – egal ob du nun ein, zwei oder alle Veranstaltungen besuchst. Deine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt.

Genauso wichtig ist uns, dass Events vor allem Spaceholder_innen und Orgapersonen offen stehen: Stammtischorgas, Vereinsmitglieder, Partyplaner_innen und Co haben für uns bei diesem Wochenende Vorrang. Wenn du nicht sicher bist, ob du teilnehmen kannst oder wenn du eine Begleitperson/unterstützende Person mitbringen willst, melde dich gerne bei uns.

Kosten: Wir freuen uns bei allen Veranstaltungen dieses Wochenendes um Spenden im Bereich von 5-10€ um die damit zusammenhängende Communityarbeit und besonders den Antirassismus-Workshop am Samstag finanzieren zu können. Beim Antirassismusworkshop am Samstag wird eine Spende von 45€ pro Person nötig sein, um kostendeckend zu arbeiten. Wir richten daher eine soziale Spendenempfehlungs-Skala ein, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können. Bitte spende 55-60€, wenn du finanziell nachhaltig gut aufgestellt bist. Bitte spende 45€, wenn du es dir leisten kannst. Wenn du nicht viel Geld zur Verfügung hast, spende bitte 20-45€ je nach deinen finanziellen Möglichkeiten. Gerne kannst du uns auch per Mail kontaktieren, wenn du Bedenken hast.

Derzeit können wir Beiträge und Spenden nur als Bargeld entgegennehmen.

Alle Programmpunkte finden in deutscher Lautsprache statt. Die Lokation ist über einen Aufzug rollstuhlgerecht zu erreichen und verfügt über zwei genderneutrale sowie eine rollstuhlgerechte Toilette. Zu jedem Zeitpunkt des Wochenendes kann sich in einen Ruheraum zurückgezogen werden. Fidgettoys liegen aus und dürfen benutzt werden.

Es gelten am Wochenende die Regeln von BDSM an der Leine. Orgapersonen dieses Events sind Ash, Ganayan und Rubina im Resort „Intersektionales Wochenende“.

Hast du Fragen, Anmerkungen oder brauchst Hilfe? Melde dich über team@bdsmanderleine.org bei uns.

Ouchsurfing

Wenn du nach Fahrgemeinschaften, Übernachtungsmöglichkeiten oder Hoteltipps suchst, haben wir hier eine Telegramgruppe für dich. Hier kannst du auch deine Couch oder Wohnzimmerboden anbieten, wenn du in oder nahe Göttingen Platz hast, Menschen unterzubringen. Bitte beachte die Regeln der Telegramgruppe, sie sind angepinnt. Kurz gesagt: BDSM an der Leine stellt die Gruppe zur Verfügung, übernimmt aber keinerlei Verantwortung.

Symbollegende

Auf Flyer und Plakaten sind die Veranstaltungen mit Symbolen gekennzeichnet. Hier schlüsseln wir die Bedeutung weiter auf:

  • heiter – Veranstaltung mit einer positiven, leichten Grundstimmung. Mache dich gefasst auf Humor, Witze, gelassene Unterhaltungen und einen ruhigen Vortragsstil
  • kommunikativ – dieses Event lebt vom Austausch der Betroffenen. Ob Gruppenarbeiten oder Gesprächskreis, deine Meinung und Erfahrung darf hier ausgesprochen und eingebracht werden. Du bist nie verpflichtet, verbal teilzunehmen. Didaktisch ist diese Veranstaltung auf Gespräche in der Gruppe ausgerichtet.
  • nerdy – in dieser Veranstaltung werden Fakten und Theorien besprochen, wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt oder intensive Konversationen angeregt. Die Köpfe werden rauchen!
  • emotional – Veranstaltung mit einer tiefgründigeren, intensiven Grundstimmung. Mache dich gefasst auf schwierigere Themen, (Selbst-)Reflexion, Triggerthemen und emotionalen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen.
  • explizite Sprache – auf dieser Veranstaltung halten wir es für möglich, dass Redner*innen oder andere Teilnehmer*innen explizit Sprechen, Zitieren oder Phrasen nutzen. Erfahrene Situationen können beispielsweise konkret besprochen oder humorvoll umrissen werden. Hier kommen im notwendigen Maß aktuelle oder veralterte medizinische Beschreibungen für Menschengruppen oder auch „Slurs“ (beleidigende Ausdrücke) vor.